Nick Fatool (* 2. Januar 1915 in Millbury, Worcester County, Massachusetts; † 26. September 2000 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger des Swing und des Dixieland Jazz.
Nick Fatool begann seine Karriere als Profimusiker in Providence, wo er 1937 in Joe Haymes' Band spielte; danach arbeitete er in Dallas bei Don Beston. 1939 spielte er kurz bei
Bobby Hackett und wurde dann Mitglied im
Benny Goodman Orchestra. Er gehörte zu den bekanntesten Schlagzeugerb der Swingära in den 1940er Jahren und spielte in den Orchestern von
Lionel Hampton,
Artie Shaw (1940-41),
Alvino Rey (1942-43),
Claude Thornhill,
Les Brown und
Jan Savitt.
1943 zog er nach Los Angeles und arbeitete als Session-Musiker in den Studios, u.a als Mitglied der
Capitol Jazzmen mit Shorty Sherock,
Nappy Lamare und
Barney Bigard (1944), mit
Benny Carter/Arnold Ross,
Harry James,
Erroll Garner,
Charlie Ventura (1946),
Louis Armstrong (1949, 1951),
Billie Holiday (1950), sowie mit Nat Cole,
Jess Stacy,
Tommy Dorsey,
Matty Matlock und
Glen Gray. Schließlich begann er eine Zusammenarbeit mit
Bob Crosby, spielte mit ihm regelmäßig zwischen 1949 und 1951, außerdem mit Crosby's
Bobcats bis in die 1970er Jahren hinein.
In den 1950er und 1960er Jahren war Fatool vor allem im Dixieland-Revival aktiv; er spielte dann 1962-1965 mit
Pete Fountain und den
Dukes of Dixieland. Mitte der 1970er war er Mitglied von
The World’s Greatest Jazz Band; 1982 arbeitete er mit
Bud Freeman. Im Jahr 1987 fand Fatools einzige Session als Bandleader statt, als er ein Septett leitete, dem unter anderem Eddie Miller, Johnny Mince und Ernie Carson angehörten.